Am 10.11. war es endlich soweit – der vorerst letzte Flug stand kurz bevor! Mitten in der Nacht hieß es für uns also aufbrechen, um rechtzeitig am Flughafen zu sein. Auch hier wurden wir wieder durch sämtliche Sicherheitskontrollen geschleift, irgendwann saßen wir aber endlich (übrigens gemeinsam mit der deutschen Frauen-Ruder-Nationalmannschaft) im Flugzeug. (Disney-) Filme gab es wieder genug – zur Info: Claudia heult sogar bei „Oben“. -.-‘
Der erste Blick auf die neuseeländische Westküste und Auckland war einfach grandios. Irgendwie hatten wir beide das Gefühl, so richtig am Ziel zu sein. Für einen kurzen Moment konnten wir sogar vergessen, dass wir die Rucksäcke voller Lebensmittel hatten, deren Einfuhr strengstens verboten ist: Zucker, Erdnussbutter, Puddingpulver, Ketchup – man weiß ja nie, wann schlechte Zeiten anbrechen. Außerdem konnten wir weder ein Rückflugticket, noch den Geldnachweis vorweisen, der für die Einreise mit Working Holiday Visum erforderlich ist. Aber mal ehrlich: Die paar tausend Kröten auf dem Konto werden echt überbewertet. Schließlich sind wir jung, agil und nicht arbeitsscheu. Wahrscheinlich hat man uns das angesehen, denn auch hier lief bei der Einreise mal wieder alles wie am Schnürchen. Deshalb ging‘s schnellstens nach Onehunga, einem Vorort von Auckland, zu unserem neuen Host Sumit – auf den wir allerdings erstmal 2 Stunden warten mussten…
Die folgenden Tage in Auckland waren nicht so prall gefüllt wie die vorherigen Wochen. Die meiste Zeit haben wir damit zugebracht, unsere Steuernummern zu beantragen (Achtung, dafür braucht man gute Nerven und eigentlich einen internationalen Führerschein, bei uns wurde aber mal wieder ein Auge zugedrückt), Bankkonten zu eröffnen, Handykarten zu besorgen und einfach nur sinnlos von A nach B zu rennen. Dabei sind wir inzwischen Hitchhiking-Profis geworden. Egal, ob wir zum Shoppen, Sightseeing oder zum Erledigen von Bürokratismus gefahren sind: Die interessantesten Leute haben wir getroffen, indem wir den Daumen rausgestreckt haben und in haltende Autos gesprungen sind.
Bei der schlechten Kooperation der verschiedenen Busunternehmen in Auckland ist das Trampen allerdings auch die einzige sinnvolle Alternative, wenn man kein Auto hat... Zusammenarbeit und Hilfsbereitschaft scheinen für die Busfahrer hier Fremdworte zu sein. Statt genaue Auskunft über die richtige Buslinie zu bekommen, wurden wir gleich am ersten Abend von den Fahrern einfach nur unfreundlich angegrunzt und aus den Bussen geschmissen. Was im wahrsten Sinne des Wortes zum Heulen war.
Eine weitere (manchmal scheinbar UNLÖSBARE) Aufgabe in Auckland war es, Sani eine neue Tasche zu besorgen. Das geschulte Auge wird beim eifrigen Studieren unseres letzten Blogeintrages über Melbourne festgestellt haben, dass Sani an der Great Ocean Road sehr in ihre Tasche verbissen war. Wir ersparen euch hier die dreitägige Taschen-Kauf-Odyssee durch Auckland und versorgen euch nur mit den wichtigsten Fakten.
- Fakt 1: Tasche seit Monaten alt und klapprig – trotzdem muss sie mit auf Weltreise.
- Fakt 2: Mit voller Tasche sollte man nicht durchs Meer springen. Tasche nun endgültig futsch.
- Fakt 3: Neue Tasche muss her, „… egal, was für eine!“
- Fakt 4: Sandra ist wählerisch.
- Fakt 5: Braun muss sie sein. Leder. Aber kein echtes, das wäre zu teuer. Nicht zu dunkel, nicht zu hell. Keine Schultertasche, langer Tragegurt. Nicht zu groß, nicht zu klein. Nicht zu glatt, nicht zu rauh. Bitte kein Muster. Naja, das würde ja noch gehen. Mit vielen kleinen Taschen, damit auch ja alle unnützen Dinge wieder schnell greifbar sind.
- Fakt 6: Claudia ist ein sehr geduldiger Mensch.
- Fakt 7: O good ANOTHER bag!
Zwei größere "Events" während unseres Auckland-Aufenthalts waren noch der Besuch von Art In The Dark in Ponsonby (oder wie Sumit sagen würde Art In The Dark In The Park) mit anschließendem Clubbesuch (genau das Richtige für Tanzbären wie uns :) ) und der für jeden Aucklandbesucher obligatorische Aufstieg zum Mt Eden, einem großen (macht euch keine Sorgen - inaktiven) Vulkan, von dem aus man die Skyline von Auckland sehen kann. Natürlich wurden wir auch dort wieder von Touristenschwärmen verfolgt...
| Art in the Dark... |
| ... und der Versuch eines Gruppenfotos (Sani, Vigram, Sumit und Ivy). |
| Der Krater des Mt Eden, wollten uns eigentlich herunterrollen, aber es waren zu viele Zeugen anwesend. |
| Im Hintergrund der Skytower, allerdings haben wir uns bisher um eine Besichtigung gedrückt, denn nach KL kann uns eh nichts mehr umhauen. :D |
Wir haben gehört, dass die meisten Neuseelandreisenden nur die ersten Tage in Auckland verbringen. So hatten auch wir hatten nach 5 Tagen wie die meisten Backpacker genug davon. Auckland ist eben irgendwie doch nur eine typische Großstadt, wie man sie überall auf der Welt findet. 2 Mio. der 4 Mio. Neuseeländer leben hier. Am Dienstag, den 15.November, haben wir uns aufgemacht, die andere Hälfte, und wie wir glauben, das "echte" Neuseeland kennenzulernen. Nächster Stop: Northland oder The Winterless North!
Bis bald!
Eure Sani und Claudia
| PS: Auch hier finden wir immer mehr "Christmas-Trees", wie der Pohutukawa hier in Neuseeland genannt wird :) |
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